Die Ausbildung muss attraktiver werden!
Wie präkar die Einstellungssituation ist, ist anhand der Präsentation der Vorsteherbesprechung vom 01.12.2010 aus dem AIS erkennbar, lagen bis zum 18.11.2010 gerade einmal 218 ( mD) und 443 ( gD ) Bewerbungen vor. Die Bewerbungsfrist ist mittlerweile abgelaufen und es ist zu befürchten, dass auch in 2011 nicht alle Ausbildungsplätze besetzt werden können.
Doch wie kann das Interesse an einer Ausbildung im Finanzamt gesteigert werden?
Wenn man zum Beispiel bedenkt, dass von der Ausbildungsvergütung sämtliche Lehrbücher und Gesetze selbst gekauft ( und ständig aktualisiert! ) werden müssen, die Ausbildung in Königs Wusterhausen stattfindet, also entweder ein langer Fahrtweg oder die Kosten für eine zusätzliche Unterkunft in Kauf genommen werden müssen, erscheinen andere Ausbildungsberufe als äußert attraktiv. Die Senatsverwaltung für Finanzen ist noch nicht in dem Wettkampf mit der privaten Wirtschaft angekommen!
DSTG und DSTG-Jugend fordern daher von der Senatsverwaltung für Finanzen, mehr, aktiver und vor allem zeitgemäßer Werbung für die Ausbildung im Finanzamt zu machen. Angesichts der sinkenden Zahl an Schulabgängern reicht es nicht mehr, ein paar Plakate aufzuhängen, einige Flyer auszulegen und eine Mitteilung ins Internet zu stellen. Die Steuerverwaltung muss auf Ausbildungsmessen und möglichst auch in den Schulen präsent sein, um direkt mit potentiellen Bewerbern und Bewerberinnen ins Gespräch zu kommen ( 2012 ist der letzte doppelte Abiturjahrgang mit einer ausreichenden Anzahl an Bewerberpotential ! ). Die Möglichkeiten der modernen Medien müssen genutzt werden, um auf die Ausbildungsberufe aufmerksam zu machen.
Beispiel gefällig?
Die Steuerverwaltungen von Hamburg und Schleswig-Holstein sowie das Finanzamt Westerstede sind auf der Internetplattform youtube zu finden. Unabhängig davon sind die Anwärter und Anwärterinnen mit den notwendigen Sachmitteln auszustatten. Sie Senatsverwaltung für Finanzen muss sich entscheiden, die theoretische Ausbildung nach Berlin zu holen oder aber die Unterbringungskosten in Königs Wusterhausen zu übernehmen. Die DSTG fordert zudem seit Jahren, die Ausbildungsvergütung zu erhöhen und schon zu Beginn der Ausbildung die Zusage zur Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe bei bestandener Laufbahnprüfung zu geben. Es ist weder nachvollziehbar noch vertretbar, wie in der heutigen Zeit, wo das Ringen um Fachkräfte längst entbrannt, teuer ausgebildete Anwärter die Verwaltung verlassen müssen, nur weil sie Ihre Ausbildung mit ausreichend abgeschlossen haben.





