DSTG-Jugend tagte in Dresden
Traditionell steht ein Gesprächspartner aus der Verwaltung des gastgebenden Landes allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Bundesjugendausschusses Rede und Antwort. Für das sächsische Landesamt für Steuern und Finanzen (LSF) nahm dessen Präsident Thomas Popp diese Aufgabe wahr. Neben - für den Freistaat Sachsen - sehr unerfreulichen Themen wie beispielsweise Zusammenlegung und Schließung von Finanzämtern und deren Folgewirkung auf die Beschäftigten konnte er auch erfreuliche Punkte mitteilen. Hierzu zählt u. a. im Vergleich zu Berlin die sehr positive Übernahmesituation für die Anwärter/innen. Die sächsische Finanzbehörde bestimmt eine Abschlussnote, die für die Übernahme in das Beamtenverhältnis genügt. Im Mittel der letzten Jahre handelt es sich um eine Abschlussnote von 7,5 Punkten. Zieht man hiervon einen ganzen Notenpunkt ab, sichert dies zumindest ein auf ein Jahr befristetes Angestelltenverhältnis mit Aussicht auf Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe. Dies weicht gravierend von der Berliner Übernahmepraxis ab, da hier leider viele Anwärter an der psychologisch wichtigen 8-Punkte-Grenze scheitern. Auch das Land Berlin sollte sich endlich von dem Dogma lösen und Anwärter/innen mit der Laufbahnnote "ausreichend" übernehmen.
Zahlreiche Bundesländer, unter ihnen Bayern, Hamburg und Sachsen, gehen nicht nur in der Besoldungshöhe und im Dienstrecht voran, nein sie stellen sogar noch attraktive Arbeitsplätze zur Verfügung; auch für diverse ehemalige Berliner Anwärter/innen, die in den o. g. Bundesländern eine neue Heimat und Arbeitsstelle gefunden haben.
Mit großer Spannung wurden die ersten Berichte der Bundesländer verfolgt, die an Ihren Einrichtungen Bundesfinanzanwärter/innen für das Bundeszentralamt für Steuern ausbilden. Ein abschließendes Fazit war noch nicht möglich, da die Erfahrungen eher durchwachsen sind. Wir hoffen, dass sich dies noch zum Positiven ändern wird!
Ein gern gesehener Gast war der stellvertretende Bundesvorsitzende Thomas Eigenthaler. Er bedankte sich für die gute Jugendarbeit der DSTG, mahnte aber gleichwohl, dass man nicht locker lassen dürfe bei den Themen der Einstellung und Übernahme. Die Gefahr der Vergreisung und das Bemühen der Verwaltungen um die besten Köpfe müsse vertieft werden. Nur so könne der öffentliche Dienst weiterhin leistungsfähig bleiben und im Wettbewerb mit der privaten Wirtschaft mithalten.
Ein weiterer wichtiger Punkt des Bundesjugendausschusses war die Nachwahl von Karin Woll (Bezirksverband Düsseldorf) in die Bundesjugendleitung sowie die personelle Aufstockung des Arbeitskreises Ausbildung. Dieser wird nun u. a. von unserem stellvertretenden Landesjugendvorsitzenden Christoph Opitz verstärkt.
Wir wünschen allen Neugewählten viel Erfolg und Spaß bei Ihren neuen Ämtern und Aufgaben.





